Wer möchte schon 10 Euro je Rezept verschenken!

Erfolgreiche Vortragsreihe von VSA und awinta


München, November 2015
»Rezepte sind ein Geschenk des Himmels« betitelte die VSA ihre Vortragsreihe, die sie gemeinsam mit der awinta in Freiburg, Stuttgart, Nürnberg, München und Magdeburg präsentierte. Über 200 Besucher konnten dabei viele Anregungen mitnehmen, die sie im Apothekenalltag so-fort anwenden können. Vor allem neue Optimierungsimpulse zur Lagerhaltung und zur Zusammenarbeit mit Ärzten sorgten für einen AHA-Effekt.

Fokus aufs Rezept-Geschäft
Dass nur eine Ausweitung des Freiwahl-Bereichs neue Umsatzpotenziale für Apotheken bringe, wurde relativ schnell im ersten Teil des Vortrags widerlegt. Lediglich rund 7% des Umsatzes werden mit apothekenüblichem Ergänzungssortiment generiert. Der Rest fällt auf Arzneimittel – und davon rund 85% auf verschreibungspflichtige! Sind Apotheker bei der Ertragssteigerung im Rezeptgeschäft also die Hände gebunden? Keinesfalls: Drei ganz pragmatische Lösungsansätze wurden vorgestellt, die zeigen, wie weitere Erträge aus Rezepten generiert werden können.

Erstens: Lageroptimierung, durch eine Aufstockung in der Breite im Rx-Bereich. Hierbei kann sich die kaufmännisch agierende Apotheke gleich einen Dreiklang von Vorteilen sichern: Die größte Nachfrage ist im niedrigpreisigen Segment, wodurch relativ hohe Margen erzielt werden können. Gleichzeitig bleibt der notwendige finanzielle Aufwand zur Einlagerung der Artikel gering. Hierdurch lassen sich Besorger und Nachlieferungen reduzieren. Vor allem spielt aber auch die Vermeidung von NEIN-Verkäufen eine wichtige Rolle. Schließlich ist jedes nicht in der Apotheke eingelöste Rezept durchschnittlich 10 € (Rohertrag!) wert. In der Praxis kann dies bereits bei lediglich drei Neinverkäufen am Tag zu einem 5-stelligen Rohertragsverlust pro Jahr führen!

Zweitens: Ein optimiertes Rezeptmanagement gelingt insbesondere durch die Kombination von technischen Hilfsmitteln und der stringenten Durchführung von definierten Prozessen in der Apotheke. Nur „Mensch und Maschine“ gemeinsam können somit dafür sorgen, dass der Re-zeptumsatz am Ende auch vollständig bezahlt wird. awinta und VSA unterstützen diese Opti-mierung mit Systemen zur Rezeptsicherheit und Hilfsmittelabwicklung.

Drittens: Rezepte kommen in aller Regel von Ärzten. Sind die wichtigsten Verordner meiner Apotheke bekannt? Und kommen die Rezepte von den Ärzten im Umfeld tatsächlich auch in meiner Apotheke an? In der Konsequenz wurde deutlich, dass es notwendig ist, ständig die un-ternehmerischen Handlungsmöglichkeiten, die sich hieraus mittelbar ergeben, zu überprüfen.

Echter Praxisbezug
Die grundsätzlichen Lösungsansätze wurden in der Vortragsreihe auch in praxisbezogenen Anwendungen vorgestellt. In awinta Systemen greifen Automatismen, die das Warenlager optimieren, aber auch die Lieferfähigkeit gewährleisten. Beispiel BestRX: Kluge Mechanismen sorgen dafür, sich im Vertragsdschungel der Krankenkassen und Hersteller zurechtzufinden. Per Kassendialog wird die Entscheidung, welche Artikel für das Warenlager relevant sind, unterstützt: Das Warenlager wird auf diejenigen Arzneimittel reduziert, mit denen die maximale Lieferfähigkeit erreicht werden kann. NEIN-Verkäufe können zudem im awinta System gespeichert und damit in die Warenwirtschaftsprozesse einbezogen werden.

Durch Schnittstellen von VSA-Modulen zur awinta Warenwirtschaft sind weitere Optimierungspotenziale möglich, die sich positiv auf den Ertrag auswirken. Setzt man das Hilfsmitteltool himiDialog auch an der awinta Kasse ein, kommt die komplette Hilfsmitteldatenbank der VSA direkt am POS zur Geltung. Alle abrechnungsrelevanten Angaben sind sofort verfügbar. Jeder im Team kann professionell Auskunft zu Abgabe und Preis des Hilfsmittels geben. Die richtigen Daten zur Rezeptbedruckung liefert das System und können gleich aufs Hilfsmittelrezept aufgebracht werden.

scanDialog ist das umfangreiche VSA-System zur Rezeptprüfung. Für einen lückenlosen Zugriff auf Rezept-Images und erhöhten Schutz vor Retaxationen. Mit scanDialog-plus erfolgt die Ver-bindung zur awinta Warenwirtschaft. Dort kann ohne Umwege auf die gescannten Rezept-Images und sämtliche Prüfergebnisse zugegriffen werden.

Wertvolle Statistiken zu Rohertrag und Arztumsatz
Die VSA bearbeitet als größter Rezeptabrechner jedes dritte in Deutschland ausgestellte Rezept. Im letzten Teil wurde dargestellt, wie auf Basis dieser Erfahrungen und des verfügbaren Zahlenmaterials repräsentative Aussagen möglich werden, die so kein anderer Abrechner liefern kann. Jede Apotheke, die mit der VSA abrechnet, verfügt über entsprechende Statistiken und Auswertungen, die jederzeit über apothekeOnline abgerufen werden können. Z.B. zu Produktgruppen, Rohertrag und Rezepttrend. Mit dem apothekeOnline-Tool Praxistrend werden die mit den Ärzten getätigten Umsätze plausibel dargestellt und liefern effektive Handlungsempfehlungen.

Fazit: Das Rezeptgeschäft ist lukrativer als es auf den ersten Blick scheint. Informationen zu sämtlichen Leistungen und Kontakt unter www.vsa.de und www.awinta.de